Vorhabenbezogener Bebauungsplan Tapetenmuseum

Kassel

Das seit 1923 in Kassel ansässige Tapetenmuseum soll künftig in einem Neubau am Brüder-Grimm-Platz untergebracht werden. Neben dem modernen Neubau gilt es, denkmalgeschützte Gebäude und Gebäudeteile (Torwache, Treppenhaus des Bestandsgebäudes aus den 1950er Jahren) in die neue Gebäudestruktur einzubinden. Vorgesehen sind Ausstellungs-, Depot- und museumsübliche Veranstaltungsflächen auf rund 3.200 m2 Nutzfläche.

Das künftige Museums-Grundstück bildet den nordwestlichen Rand des Brüder-Grimm-Platzes. Dieser fungiert als wichtiges Gelenk zwischen den für Kassel städtebaulich bedeutendsten Achsen Wilhelmshöher Alle und Königsstraße und ist damit verbindendes Element zwischen Weltkulturerbe und Innenstadt. Der Neubau des Tapetenmuseums soll sich an diesem historischen Ort in sensibler Art und Weise eingliedern und an das denkmalgeschützte Bestandsgebäude des nördlichen Torwachen-Gebäudes angebaut werden. Darüber hinaus wird die in der nördlichen Torwache ehemals vorhandene Grimm-Wohnung in musealer Weise wiederhergestellt. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. I/14, 1. Änderung „Tapetenmuseum“ wurde in Verbindung mit einem Vorhaben- und Erschließungsplan sowie einem Durchführungsvertrag aufgestellt und in einem beschleunigten Verfahren durchgeführt.

Herausforderung im B-Plan-Verfahren war zum einen die planungsrechtliche Sicherung des Neubaus in einer Bestandssituation mit denkmalgeschützten Gebäuden und dem historisch bedeutsamen Brüder-Grimm-Platz sowie benachbarter Wohnbebauung. Zum anderen wird mit dem Neubau und der darin vorgesehenen musealen Nutzung ein „neuer Ort“ im Museumsquartier geschaffen.

Aufgabe

Bebauungsplan, Verfahrenskoordinierung und -steuerung, Durchführungsvertrag

Leistungen

LPH 1-3 Leistungsbild Bebauungsplan

Auftraggebende

Landesbetrieb Bau und Immobilien
Hessen (LBIH) Niederlassung Nord, Kassel

Umfang

ca. 1 ha

Zeitraum

2018-2021