Entwicklung Temmler-Areal
Marburg
Die Universitätsstadt Marburg plant die Entwicklung eines urban gemischten Quartiers an der Temmlerstraße. Die städtebauliche Studie ist angelegt als prozessual zu erarbeitende Entwicklungskonzeption mit Einbindung der Öffentlichkeit im Rahmen einer Planungswerkstatt sowie intensivem Dialog mit der heterogenen Eigentümerschaft des Areals. Die Studie untersucht Nutzungs- und baulich-räumliche Optionen, insbesondere Grün- und Freiraum- sowie klimarelevante Aspekte. Ziel des Prozesses ist ein kooperativ entwickeltes Ergebnis als Grundlage für die unmittelbar anschließende Bauleitplanung. Mit der städtebaulichen Planung wird die qualitätvolle Weiterentwicklung des im Marburger Süden gelegenen Plangebiets verfolgt. Der neue Quartiersbaustein ergänzt die bereits angestoßene Flächentransformation östlich der Frauenbergstraße und berücksichtigt die Potenziale des verkehrsgünstig gelegenen Standortes mit guter Anbindung an den ÖPNV und das überregionale Verkehrsnetz, ebenso wie die Nähe zu Naherholungsräumen und dem im Plangebiet bereits vorhandenen Nahversorgungsangebot (Edeka/Herkules Lebensmitteleinzelhandel mit 5.000 qm Verkaufsfläche).
Ziel ist die Entwicklung eines gemischt genutzten Quartiers mit einem hohen Wohnanteil. Zur Vermeidung monofunktionaler Strukturen werden Aspekte wie Mischung unterschiedlicher Wohnungsgrößen und Wohnformen, ergänzende Nutzungen wie Dienstleistungen/freie Berufe, soziale Einrichtungen u. ä. in der Planung ebenso berücksichtigt, wie die im Gebiet und dessen Umgebung vorhandenen Nicht-Wohn- bzw. Gewerbenutzungen (s. o.). Rückgrat der städtebaulichen Studie ist die Entwicklung unterschiedlicher Bautypologien mit einem differenzierten und abgestuften Erschließungs- und Freiraumsystem. Es sollten öffentliche, private, gemeinschaftliche/teilprivate Freiräume und angemessene Grundstückszonierungen entstehen. Solare Energieerträge sowie eine auf umweltschonende Mobilitätsformen ausgelegte Erschließung sind weiter wichtige Bausteine. Vorhandene und neue Grün- und Biotopstrukturen und ein angemessener Umgang mit anfallendem Regenwasser sind ebenfalls wichtiger Teil der Konzeptionierung
Aufgabe
Städtebauliche Studie, Entwurf von 3 Varianten, Abstimmung und Beteiligung
(Stakeholder-Gespräche, öffentliche Planungswerkstatt)
Leistungen
LPH 1-3
Leistungsbild Städtebaulicher Entwurf
Auftraggebende
Universitätsstadt Marburg
Umfang
6,0 ha
Zeitraum
2023/2024




